http://www.wdr.de/tv/poetryslam/videos/20070402...
poems as speech. in other words poetry slam. not just listening to words. better watching the words and the act around. sometimes poetry slamming sounds and gives us the feeling of listening to a sound full of rhythm. sounds like lyrics of rap.
so when you write or create your story your lyrics, you hear the sound, the beats inside yourself. this helps finding the words. making your creation becoming a perfect harmonical "thing" with a message inside. (just the view from my perspective). *****SUSAN*****. (((((((SLAM POETRY - POETRY SLAM))))))))) =
Der Begriff "Slam Poetry" wird mit mehreren Strömungen der deutschsprachigen Literatur-Szene in Verbindung gebracht, u.a. mit Pop-Literatur, Trash und Social Beat. Eine klare Abgrenzung ist schwierig, weil das Wort "slam" mehrere Bedeutungen hat.
Seit dem 18. Jahrhundert wird mit "to slam" das Zuschlagen einer Tür bezeichnet. Inzwischen gibt es viele Bedeutungen für das Verb und das davon abgeleitete Substantiv "slam". Man findet es in der Welt des Sports, z.B. beim Tennis ("grand slam" bedeutet Großturnier), im Basketball ("slam dunk", ein heftiger Treffer in den Korb), beim Boxen als Bezeichnung für Schlagabtausch. In der amerikanischen Umgangssprache etablierte sich "slammer" als Bezeichnung für einen sehr starken Cocktail und "to slam some beers" meint, sich mit Bier volllaufen zu lassen. Allerdings findet man "slammer" auch als Bezeichnung für einen Gefängnisinsassen und seit geraumer Zeit meint der Amerikaner mit "to slam someone" jemanden herunterzumachen, in die Pfanne zu hauen. Im August 1993 berichtete das New Yorker Hip Hop-Magazin The Source erstmals von diesem Phänomen: "... the poetry slam across the country has many talking about a renaissance in poetry..." [1] Im darauffolgenden Jahr wird Poetry Slam zum ersten Mal als wettkampfähnliche Lesung mit Performance-Charakter notiert.
Slam Bewegung
Die internationale Slam Bewegung ist weltweit die Fortsetzung des Beat, der in den 50er Jahren in Amerika aufgekommenen literarischen Bewegung, der Beat Generation, mit Autoren wie Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William Burroughs.
Über die Wirkung dieser Literatur auf den Slam sagt Hadayatullah Hübsch, selbst deutscher Beat-Autor und Slammer der ersten Stunde: "Da haben wir Abenteuer aufgeschrieben gesehen, die nicht ausgedacht waren à la Jules Verne oder irgendwie konstruiert à la früher Roman der 50er Jahre, sondern das war aus dem Leben herausgegriffen, Sachen, die wir nachvollziehen konnten und die wir dann auf unsere eigene Art und Weise neu zu erleben versucht haben." [2]
So kann man die Anziehungskraft von Slam Poetry heute erklären: Literatur ganz nah am Leben.
Der Vorteil der "slamily", wie die Amerikaner liebevoll die große Slam Familie nennen, ist, dass sie viele verschiedene Künstler bündelt und, zumindest für kurze Zeit, an einem gemeinsamen Strang ziehen lässt. Jeder der will, gleich welchen Alters und Geschlechts oder welcher Hautfarbe etc., darf in die Slam Gemeinde eintreten und an ihr teilhaben, dadurch konnte sie in vielen Ländern der Erde Fuß fassen und sich weiterentwickeln.
Slam Poetry / Slam Poesie
Es gibt keine eigentliche Slam Literatur oder Poesie, vielmehr kennzeichnet sich Slam Poetry durch eine große Stilvielfalt aus. Allerdings gibt es, über den Daumen gepeilt, inhaltliche und gestalterische Schwerpunkte, die im folgenden, in Anlehnung an eine Ausarbeitung von Johannes Ullmaier in Von Acid nach Adlon und zurück - Eine Reise durch die deutschsprachige Popliteratur [3], aufgeführt werden:
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Schilderungen aus der Popwelt: Disco- und Konzertbesuche, Szene-, Band- und Fan-Stories
- Adoleszenzthematik: erste Liebe, Clique, Partys, Generationskonflikte
- jugendliche Subkulturen: Rocker, Popper, Skinheads, Punks, Raver, Skater, etc.
- Distanzierung von der bürgerlichen Norm in Richtung Dandy-, Beatnik- oder Bohème-Dasein mit allen vitalistischen Essentials:
- Unterwegssein, Glamour, Drogen, libertäre Sexualität, Ekstase und Exzess
Gestalterische Schwerpunkte:
- Gebrauch von Slang- oder Szenesprache
- Abrücken von hochliterarischer Sprache, hin zur Alltags-, und Mediensprache
- Rückgriff auf Genre-Versatzstücke, bevorzugt Science Fiction, Western, Krimi, Horror, Pornographie
- Rasanz, Legerheit, Spontaneismus, Lautheit, Plakativität und Kürze
- Orientierung am Popmusikmuster, von einschlägigen Strophenformen oder Rhythmen bis hin zur DJ-Mixtechnik
- Erweiterung der Lesungsform um Performance-Elemente, wie Körpereinsatz, Auftritte zu mehreren, Improvisation.
Generell gilt: Bei einem Slam siegt nicht das beste Gedicht, sondern der beste Slammer, es sind nicht die Texte allein die zählen, auch die Präsentation spielt eine große Rolle.
Poetry Slam als Veranstaltungsformat
Inzwischen hat sich in fast jeder deutschen Großstadt ein Slam etabliert und eine Szene gebildet. Das spricht für die Vielschichtigkeit dieses Veranstaltungsformats, das von der Publikums- und der Autorenseite dankend angenommen wird. Die einen können sich darin eine Bestätigung ihres Schaffens oder auch nur Warhols berühmte 15 Minuten holen, die anderen frönen ihrem Voyeurismus: man will jemanden auf der Bühne gnadenlos scheitern oder haushoch gewinnen sehen. Für den Veranstalter ist es auch finanziell ein lohnendes Geschäft, denn zu einem Slam pilgern, je nach Veranstaltungsgröße, zwischen 100 und 1000 begeisterte Zuschauer.
Momentan sieht es noch nicht so aus, als hätte sich das Slam Phänomen schon ausgepowert und es werden sicherlich noch einige Überraschungen im Literaturbetrieb auf uns zukommen, wie z.B. 2001, als der Lautpoet Michael Lentz, der 1998 das Einzel des National Slams gewann, den Ingeborg-Bachmann-Preis erhielt oder Jan Off - "Bad Boy und Bulldozer der Underground Literatur" - der 2001 bei der Langen Nacht der Lyrik im ZDF, neben etablierten Dichtern wie Oskar Pastior auftrat. Der Slammer
Der Slammer hat die Freiheit, sich während seines Auftritts so in Szene setzen zu dürfen wie er möchte. Allerdings sollte er mit seiner Nervosität umgehen können, denn er steht im Rampenlicht der Slam Bühne und wird sofort nach dem Vortrag vom Publikum bewertet, was in den Augen der Slammer nicht immer fair ist. Man hat schon Slammer bei ihrem ersten Slam scheitern sehen und danach nie wieder etwas von ihnen gehört.
Manchmal kommt es allerdings auch vor, dass jemand sogar erst durch den Druck des Wettbewerbs ungeahnte Kräfte frei setzt und dadurch gewinnt. Dazu Bob Holman: "Das gleißende Licht blendete mich. In diesem Moment warf ich meine Zettel weg. Dieser Schritt katapultierte mich in einen neuen Bereich meiner Dichtung, meiner Performance, meines Lebens. Es war Rap im Nuyorican, der mich befreite und zu dem machte, was ich heute bin: ein Dichter des 21. Jahrhunderts." [5] REFERENCES: literaturmachen.de - [1] The Source, The Magazine of Hip-Hop Music, Culture & Politics. New York, 08/1993
[2] Hadayatullah Hübsch, in: Johannes Ullmaier: Von Acid nach Adlon und zurück - Eine Reise durch die deutschsprachige Popliteratur. Mainz, 2001
[3] Johannes Ullmaier: a.a.O.
[4] Bob Holman, in: du, 04/1994
[5] Bob Holman: a.a.O.
[6] Karl Bruckmaier, in: Pop Technik Poesie, Rowohlt Literatur-Magazin 37, Reinbek bei Hamburg 1996